Thematisiert in der lokalen Presse - die Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis.
Die Arbeitslosigkeit zählt zu den zentralen Problemen der deutschen Volkswirtschaft. Seit Mitte der 80er sind im Bundesgebiet Jahr für Jahr mehr Menschen ohne Arbeit – und die Wirtschaftsforschung ist sich weitgehend einig, dass ein Ende diesen Negativtrends auch in den kommenden Jahren nicht in Sicht ist. Dabei stellt die hohe Arbeitslosigkeit nicht nur eine finanzielle Belastung für den Staat, und damit letztlich für die erwerbstätige Bevölkerung dar, sondern endet für die Betroffenen häufig im sozialen Ausstieg.
In jüngster Zeit geraten immer mehr Menschen in den Strudel der Massenarbeitslosigkeit. Im Jahr 2009 waren in Deutschland 306.000 Jugendliche ohne Arbeit. Darüber hinaus waren ca. 900.000 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren auf Hartz IV angewiesen. Dies ist deshalb besonders verwerflich, da diese jungen Menschen schon früh in ihrem Leben Geldsorgen, Versagens ängste und vor allem ein Gefühl von Perspektivlosigkeit konfrontiert werden. Folgeprobleme wie Depressionen oder das Abgleiten in die Kriminalität richten bei den Betroffenen und der Volkswirtschaft weitere Schäden an.
Deshalb fordert der Kreisverband Hameln-Pyrmont der Jungen Union die Politiker vor Ort wie auf Landesebene auf, dem Problem Jugendarbeitslosigkeit stärkere Bedeutung beizumessen, und sie zielgerichteter und effizienter als bisher mit den folgenden Maßnahmen zu bekämpfen:
- Konsequente Durchsetzung von finanziellen Sanktionen und Sozialdienst für Schulschwänzer, denn Willensfreiheit umschließt nicht das Recht, sich auf Kosten der Steuerzahler und damit der Sozialprinzipien ad absurdum zu führen.
- Anhebung der Bildungsniveaus auf breiter Front durch volle Unterrichtsversorgung für alle Schulformen, denn nicht die Rohstoffe, sondern die qualifizierten (potenziellen) Arbeitskräfte sind die Stärke dieses Landes im internationalen Wettbewerb.
- Förderung von Hauptschulabschlusskursen für Schüler ohne Schulabschluss, denn jeder braucht die Chance auf einen Ausbildungsplatz.
- Pflicht zur Teilnahme an geringfügig kostenpflichtigen Sprachprogrammen für ausländisch stämmige Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen, denn wie sollen zwanzig Schüler einer Grundschulklasse fachliche Kompetenzen vermittelt werden, wenn acht davon nicht einmal mehr die Unterrichtssprache beherrschen?
- Festhaltung am dreigliedrigen Schulsystem mit gestärkten Hauptschulen, denn nur wer begabungsgerecht gefördert und gefordert wird, kann ohne Frust zur Schule gehen und seine potenziellen Potenziale ausschöpfen.
- Stärkerer Wirtschaftsbezug der Schulen durch Ausbildungsplatzbörsen, breitere Vermittlung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse und Förderung der dualen Ausbildung, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu verbessern und die Attraktivität der Schulabgänger zu erhöhen.
- Landeseinheitliche Standards bei Abschluss- und Abiturprüfungen und verstärkte Leistungskontrollen an den Hauptschulen, um das Gerechtigkeitserleben der Schüler zu verbessern sowie einer stärkere Leistungsorientierung hervorzurufen.
- Weitere Steuerentlastungen und stärkere Deregulierung für den Mittelstand, denn hier werden nicht nur über 80% aller Arbeitsplätze, sondern auch überproportional viele Ausbildungsplätze gestellt.
Von planwirtschaftlich geprägten Ansätzen wie Strafabgaben für Unternehmen, die nicht ausbilden, nehmen wir bewusst und aus Überzeugung Abstand, dann eine gesunde Volkswirtschaft genau so viele jungen Menschen ausbilden wird, wie sie später auch beschäftigen kann. Durch Zwangsmaßnahmen künstlich generierte Ausbildungsplätze sind demnach eine vorübergehende Scheinlösung, und tragen nicht zur Lösung des Problems der (Jungen-) Arbeitslosigkeit bei. Vielmehr liegt die Hauptursache des Niedergangs der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Dekaden in einer regulierungsorientierten, bürokratischen und unflexiblen Wirtschaftspolitik in Verbindung mit einem übersteigerten sozialen Sicherheitsbedürfnis und mangelnder individueller Leistungsbereitschaft innerhalb weiter Teile der Bevölkerung.